Haftpflichtversicherung sollte in keinem Haushalt fehlen

24. März 2010 by: admin

Was in keinem Haushalt fehlen sollte ist eine private Haftpflichtversicherung, denn schon beide kleine Missgeschicke können in der Praxis ohne eine derartige Absicherung zum sicheren finanziellen Ruin führen. Derzeit ist der Abschluss einer private Haftpflichtversicherung günstig, denn die Versicherer haben ihre Verträge erheblich verbessert. Davon profitieren können natürlich auch diejenigen, die bereits eine Haftpflicht haben und einen Wechsel anstreben oder – wie man es machen sollte – da sich die Risiken auch hin und wieder ändern. Die Verträge sind daher von Zeit zu Zeit zu prüfen, denn viele Risiken sind inzwischen dazugekommen, andere hingegen weggefallen. Besonders wichtig ist eine Überarbeitung des Vertrages für die Haftpflicht, wenn inzwischen Kinder auf die Welt gekommen sind. Aber auch wenn eine Foto-Voltaik-Anlage auf dem Dach installiert wurde.

Getestet wurden kürzlich durch “Finanztest” über 200 Tarife, von denen 34 mit “sehr gut” und 26 mit “gut” abschnitten. Preisunterschiede von bis zu 117 Euro im Jahr konnten beim Finanztest festgestellt werden.

Was die Nachbesserungen angeht, die die Versicherer seit 2008 umgesetzt haben betreffen vor allem den Grundschutz. Dieser umfasst alle Leistungen, die in jedem Versicherungsvertrag enthalten sein sollten. Eine große Rolle spielt hier die “richtige” Versicherungssumme. Das heißt die versicherten Gegenstände und Risiken sollten in der Höhe realistisch angesetzt werden. Eine Rolle spielt auch der Auslandsschutz. Eingeschlossen werden sollten heute darüber hinaus auch Schäden durch Computerviren und Schäden durch gewässergefährdende Stoffe wie Öle oder Farben. Aber auch für geliehene Gegenstände sollte man einen privaten Haftpflichtschutz abschließen. Sinnvoll ist es auch, wenn man den Rasenmäher des Nachbarn kaputt macht. Das Vorhandensein einer Haftpflichtversicherung ist in diesem Fall dann auch für das weiterhin gute Verhältnis zum Nachbarn gut.

Getestet wurden von Finanztest aber auch Tarife, die die Mindestanforderungen des von Finanztest aufgestellten Grundschutz nicht entsprechen. Diese wurden durch die Tester stärker abgewertet als noch vor zwei Jahren. Das heißt diese Tarife hatten keine Chance auf ein “Gut” oder “Sehr gut”. Aber immerhin erfüllten zwei Drittel der über 200 getesteten Tarife die Kriterien des Grundschutzes. Noch 2008 waren es gerade einmal ein Drittel der Tarife. Bewertet wurden bei den über 200 Tarifen auch die Deckungserweiterungen, und zwar egal ob diese für Mieter, für Hausbesitzer, für Eltern oder für Sportler wichtig sein können. Für Eltern besonders wichtig ist die kostenlose Mitversicherung der Schäden, die Kinder anrichten. Kinder bis 7 Jahren gelten im Übrigen als “nicht deliktfähig”. Das heißt die private Haftpflichtversicherung ist dann nicht ersatzpflichtig, wenn die Eltern nicht erklären, dass sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Im Straßenverkehr gilt dies bis zum Alter der Kinder von 10 Jahren.

Im Test schnitten die Tarife der Axa und der Interrisk gut ab was Schäden an „geliehenen, gemieteten und gepachteten Gegenständen“ betrifft. Diese übernahmen sogar die ganze Schadenssumme. Andere Versicherungen konnten in diesem Punkt meist nicht punkten, weil diese verlangen dass ihre Kunden bei einzelnen Schäden auch einen Teil selbst zahlen.

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