Mit Tagesgeld und Festgeld bleibt man flexibel

11. April 2010 by: admin

Nun ja, zur Zeit haben “Zinsjäger” was Tagesgeld und Festgeld angeht keine gute Chancen das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Die Angebote der Banken für Tagesgeld und Festgeld liegen zum Teil unter der Inflationsrate. Und das ist mager. Doch auch in der Zinskrise gibt es das eine oder andere gute Angebot. Die Top-Offerten für Tagesgeld und Festgeld bewegen sich daher weit unterhalb der Zinsenmarke, die 2008, als die Welt für die Sparer in dieser Hinsicht noch in Ordnung war, herrschte. Damals bekam man Spitzenzinsen von bis zu 5,65 Prozent (bei Kaupthing). Aber auch andere Banken warteten mit satten 5 Prozent bei einjährig festgelegtem Festgeld auf. Doch mit der Finanzkrise änderte sich alles. Kaupthing gibt es nun nicht mehr.

Festgeld Bank of Scotland

Und als die Leitzinsen sanken, sanken auch die Sparzinsen für Tagesgeld und Festgeld. Heute sind nur noch Angebote zwischen 1,1 beim Tagesgeld und 1,3 beim Festgeld zu haben. Die Deutsche Bank bietet bei Festgeld gerade einmal 0,80 Prozent bei 12 Monaten Laufzeit bei Festgeld an. Die Inflationsrate von aktuell 1,1 Prozent wird damit deutlich unterschritten. Die angesprochenen Topangebote derzeit kommen von der DAB Bank (gültig bis Ende September) von 2,3 Prozent pro Jahr aufs Tagesgeld. Ihr folgt dann die Commerzbank-Tochter Comdirect, die 2,1 Prozent aufs Tagesgeld anbietet. Und auch der Versicherer Cosmos, der im Einlagengeschäft mit der SKG Bank zusammenarbeitet, bietet bis Ende Juni 2010 diesen Prozentsatz an. Besonders bei diesem Angebot sollte man jedoch einen Blick ins Kleingedruckte werfen. 5000 Euro sind die Mindesteinlage, die verlangt wird. Genauso hoch ist die Mindesteinlage bei der Comdirect. Die DAB Bank verlangt indes dass eine Mindesteinlage von 15.000 Euro nicht überschritten wird. Ab höheren Beträgen gibt es weniger Zinsen. Außerdem verlangt die DAB Bank vom Kunden ein kostenloses Depot zu eröffnen.

Satte 2,1 Prozent, allerdings ohne Bedingungen, bietet auch die Bank of Scotland an. Verbraucher allerdings, die die deutsche Einlagensicherung bevorzugen, sollten dieses Angebot nicht annehmen, weil bei der Bank of Scotland die britische Einlagensicherung gilt. Diese liegt bei umgerechnet 55.000 Euro pro Anleger. Wenn man aber im Ausland investieren möchte, dann ist die Bigbank aus Estland empfehlenswert. Mit satten 3 Prozent immerhin geht diese auch in Deutschland auf Kundenfang. Die niederländische Akbank bietet im Festgeldbereich 2,5 Prozent, genauso wie die britisch-indische ICICI.

Längere Zinsbindungszeiträume wie ein Jahr empfehlen die Experten im Moment den Verbraucher im Übrigen nicht. Die Experten glauben allerdings auch in den kommenden Monaten an ein niedriges Zinsniveau. Aber warum so lange an niedrige Zinsen binden. Die Zeiten werden sicherlich auch wieder besser. Dies meinen auch die Experten.

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