Kreditnehmer erhalten mehr Schufa Auskunft

1. April 2010 by: admin

Seit dem 01. April 2010 sind für die Kreditnehmer neue Zeiten angebrochen. Ab diesem Zeitpunkt gelten nämlich neue Gesetzesregeln hinsichtlich des Umgangs mit Kreditinformationen. Gemeint sind damit die Informationen, die bei den Auskunfteien über die Kreditnehmer gespeichert wurden bzw. werden. Den neuen Regelungen zufolge sind die Auskunfteien ab sofort verpflichtet dem Verbraucher pro Jahr eine kostenlose Datenübersicht über die gespeicherten Daten zur Verfügung zu stellen. Bis auf die Schufa praktizieren dies die meisten Unternehmen, die derartige Daten speichern schon seit längerem. Jetzt muss durch die gesetzliche Regelung auch der Marktführer Schufa nachziehen. Doch die Schufa gibt sich besonders verbraucherfreundlich und verspricht sogar dass der Verbraucher über den Gesetzestext hinaus sogar mehrere Male derartige Auskünfte pro Jahr erhalten kann. Wieviel Mal ist nicht bekannt.

Seit 01. April gibt es aber noch weitere rechtliche Neuerung, so dass die Verbraucher endlich mehr Auskunftsrechte bekommen. Diese dürfen nun nämlich auch bei Banken, Onlinehändler oder Telefonfirmen ihre Daten erfragen. Besonders die dort für ihre Person vorliegenden historischen und gegenwärtigen Scoringwerte. Doch was Ratings und Wahrscheinlichkeitsberechnungen angeht, das bleibt Geschäftsgeheimnis der Banken, Onlinehändler oder Telefonfirmen.

Was die Meldungen an die Schufa & Co. betrifft, so darf nicht mehr nur die bloße Befürchtung zu einem schlechten Score führen. Der Vorfall muss wirklich eingetroffen sein.
Darüber hinaus sind die Vertragspartner von Schufa & Co. künftig in der Pflicht, der Auskunftei innerhalb von einem Monat mitzuteilen, wenn es zum Beispiel eine Erledigungsmeldung gibt. durch die Rückzahlung von Schulden. Und wenn ein Kredit abgelehnt wurde, dann hat der Verbraucher künftig das Recht zu erfahren, welcher Scoringwert dazu geführt hat. Wenn sich ein Verbraucher lediglich nach Konditionen von einem Kredit erkundigt dürfen die Vertragspartner von Schufa & Co. künftig dies nicht mehr melden. In der Vergangenheit führte dies häufig dazu, dass sich der Score verschlechterte, wobei die Schufa dies schon vor einiger Zeit abgeschafft hat.

Fazit: Also Verbraucher; wem die 7,80 Euro für die Eigenauskunft bislang zu teuer waren, der sollte sofort und umgehend eine kostenlose Datenübersicht anfordern. Vielleicht befinden sich ja noch “Altlasten”, die schon längst erledigt sind in der Schufa-Auskunft. Dies wäre dann auch die Erklärung dafür, warum die letzte Kreditanfrage schief ging.

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