Die US-Notenbank (FED) hat für kurzfristige Kredite (die sogenannten Notkredite für Banken) den Zinssatz angehoben, und zwar um 0,25 Prozentpunkte. Den Schlüsselzins belässt die FED aber unverändert nahe der Nullgrenze. Angehoben hat die FED aber auch den Diskontzins, u und zwar von 0,5 auf 0,75 Prozent. Wegen dieses kleinen Zinsschritts erwartet die FED allerdings nicht, dass die Haushalte und Unternehmen mit höheren Zinsen für Kredite zu rechnen haben. Allerdings hat der Finanzmarkt gleich nervös auf diese Nachricht reagiert. Experten sehen in diesem Schritt auch einen Schritt für das baldige Ende der Zeit, in der Unternehmen billige Kredite aufnehmen konnten. Dieser Zinsschritt ist der erste seit Dezember 2008.
Die FED begründet den Schritt der Zinserhöhung damit, dass sie erreichen möchte dass sich die Lage an den Finanzmärkten verbessert. Darüber hinaus will man eine Normalisierung der Kreditfazilitäten erreichen, denn die außerordentlichen Kreditprogramme der Regierung laufen nun langsam aus. Die FED schloss indes auch weitere Zinsanhebungen nicht aus. Eine bisher positive Wirkung war indes, dass der US-Dollar auf dem Markt wieder angezogen hat. Die US-Aktienfutures und auch die Kurse von Staatsanleihen sind indes gefallen.
Obwohl die Maßnahme bereits angekündigt war, kam die Anhebung nun doch mehr oder weniger überraschend. Dabei schätzt die FED die Lage allgemein wieder als etwas optimistischer ein. Der Arbeitsplatzabbau hat sich nun auch verlangsamt. Allerdings warnt die Notenbank auch eindeutig davor, dass eine Erholung der US-Wirtschaft vermutlich schleppend verlaufen wird. Alle dies Änderungen sollen die Banken darin bestärken, dass sie für kurzfristige Kredite mehr wieder auf die privaten Finanzierungsmärkte zurückgreifen sollen.