Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko – zu verantworten durch den Mineralölkonzern BP – hat auf den weltweiten Finanzmärkten für mächtig Druck gesorgt. Die Kreditwürdigkeit des Unternehmens wurde in Folge dessen nun gleich von zwei Ratingagenturen herabgesetzt. Diese begründeten ihre Entscheidung mit den noch unabsehbaren Folgen der Explosion auf der Ölplattform „Deep Water Horizon“, die sich vor gut sechs Wochen ereignete und seither dafür sorgte, dass eine Millionen Liter Öl ins Meer geflossen sind. Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit des Unternehmens BP von AA+ auf AA abgestuft, wodurch BP trotzdem noch als guter Kreditnehmer bewertet wird. Auf das Unternehmen werden in Folge des Unfalls im Golf von Mexiko aber noch Milliardenkosten für Reinigung von Meer und Küste zukommen. Zudem ist es dem Unternehmen bislang noch immer nicht gelungen, das Ausströmen von Öl endgültig zu beenden. In diesem Monat werden mit dem Beginn der Hurrikansaison zudem auch noch wetterbedingte Störungen erwartet. Darüber hinaus gibt es auch noch straf- und zivilrechtliche Ermittlungen der US-Regierung gegen BP. Angesichts dieser Tatsachen hat auch die Ratingagentur Moody´s die Note des Ölkonzerns von Aa1 auf Aa2 herabgesetzt. Auch auf den Benzinpreis wird das Unglück im Golf von Mexiko vermutlich bald Auswirkungen haben.